„Die unreflektierte Nachahmung des Modells Marokko empfehle ich überhaupt nicht!“

hpd : Der Titel Ihres Buches klingt plakativ. Welche Absicht steht dahinter?

Mohammed Khallouk: Mit der Paraphrase „vor den Toren Europas“ für Marokko verbindet sich die Hoffnung, dass die Europäer sich von der verbreiteten Ignoranz befreien, Islamismus und Islamischer Fundamentalismus seien Kennzeichen einer fremden, entfernten, ihnen prinzipiell feindlich gegenüberstehenden Zivilisation.

Das impliziert nämlich, sich von der Islamischen Welt abzuschotten und den Ideenaustausch, der gerade das Mittelalter auf marokkanischem Boden in erstrebenswerter Weise auszeichnete, ebenfalls zu ignorieren. Zugleich sollen die Leser anhand der im Buch nachgezeichneten Entwicklung in Marokko die verbreiteten und hier bewusst nahe gelegten Pauschalassoziationen von „Mittelalter“ mit „Rückständigkeit“ und „Westen“ mit „Modernität schlechthin“ auf ihre allgemeine Gültigkeit hinterfragen. Schließlich ist die hierin für Marokko als erstrebenswert beschriebene Fortschrittlichkeit eine, die sich gleichermaßen an westlichen Vorbildern wie an der eigenen kulturellreligiösen Tradition orientiert.

http://hpd.de/artikel/nachahmung-des-modells-marokko-empfehle-ich-nicht-13495

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Über mohammedkhallouk

Herzlich Willkommen auf dem Blog von Mohammed Khallouk. Auf den folgenden Seiten erhalten Sie einen Überblick über meine publizistischen und akademischen Aktivitäten: Ich bin Politologe, Arabist und Islamwissenschaftler. Schwerpunktmäßig beschäftige ich mich mit dem Verhältnis von Religion und Politik sowie zwischen Westen und Islamischer Welt. Ich habilitiere über die jüdische Minderheit in Marokko an der Universität der Bundeswehr München. Außerdem bin ich Beauftragter für wissenschaftliche Expertise des Zentralrats der Muslime in Deutschland (ZMD). wissenschaftliches Profil: • 1993-1997 Studium der Arabistik und Islamwissenschaft an der Mohammed V. – Universität Rabat/Marokko • 1999-2003 Studium der Politikwissenschaft mit den Nebenfächern Französisch und Allgemeine Sprachwissenschaft an der Philipps-Universität Marburg • 2004-2007 Promotion in Politikwissenschaft an der Philipps-Universität Marburg • Seit 2009 Habilitation im Bereich Internationale Beziehungen an der Universität der Bundeswehr München • 2008-2011 Lehrbeauftragter im Bereich Politische Theorien und Ideengeschichte an der Philipps-Universität Marburg • 2010-2011 Lehrbeauftragter im Bereich Staat, Religion und Geschichte an der Universität der Bundeswehr München Forschungsschwerpunkte: • Das Verhältnis von Islam und Moderne • Kulturdialog zwischen Westen und Islamischer Welt • Lösungsstrategien zu Konflikten der MENA-Region • Das arabische Judentum in Historie und Gegenwart • Integration der muslimischen Minorität in Deutschland • Der deutsche Mediendiskurs über Islam ausgewählte Beiträge und Publikationen: • Der Nahe Osten am Scheideweg – Haben Israelis und Palästinenser noch eine Chance zu friedlichem Zusammenleben; LIT-Verlag, Münster 2003 • Islamischer Fundamentalismus vor den Toren Europas – Marokko zwischen Rückfall ins Mittelalter und westlicher Modernität, VS Verlag, Wiesbaden 2008 • Die Orientierung am Wort Gottes als Fundament unendlicher menschlicher Kreativität, lamed, Zeitschrift Stiftung Zürcher Lehrhaus, 5 6, Februar 2010 • Franz Rosenzweigs jüdischer Existentialismus als Vorbild für den interreligiösen Dialog, Information Philosophie 2/2010, Mai 2010 • 1001 Fremder im Paradies, Mediterranes 2/2010 • Die deutsche Orientalistik der Gegenwart – Vermittler gesellschaftlicher Erkenntnis oder Instrument wissenschaftlicher Bestätigung islamfeindlicher Ressentiments? Ein Dialog mit Udo Steinbach, Aufklärung & Kritik, Heft 39, Juli 2011 Informationen über meine Lehrveranstaltungen finden Sie auf der Website der Philipps-Universität Marburg http://www.uni-marburg.de/studium und auf der Website der Universität der Bundeswehr München http://www.unibw.de/startseite/ Kontakt: mohammed.khallouk@yahoo.de Die Links in diesem Blog geben nicht die Meinung des Betreibers wieder. Sie werden zu wissenschaftlichen und Informationszwecken publiziert.
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