„Muslimischen Antisemitismus im lexikalischen Sinn kann es eigentlich nicht geben“

Interview mit dem stellvertretenden ZMD-Vorsitzenden Mohammed Khallouk zu muslimischen Flüchtlingen und Judenfeindschaft in Deutschland

Mit welchen Problemen sind Flüchtlinge und Immigranten aus der MENA-Region in
Deutschland konfrontiert?

Ein wesentliches Problem ergibt sich durch die hierzulande verbreiteten Negativassoziationen gegenüber dem Islam. Da es sich mutmaßlich um Muslime handelt, wird ihnen von Teilen der deutschen Öffentlichkeit unterstellt, islamisch gerechtfertigten Extremismus, sowie Gewalt und Terror nach Deutschland hineinzutragen und für die deutsche Gesellschaft ein Sicherheitsrisiko darzustellen. Zudem wird ihnen vielfach unterstellt, mit dem deutschen Rechtsstaat unvereinbare Verhaltensweisen wie Zwangsehen oder Ehrenmorde zu praktizieren oder zumindest gutzuheißen. Mit diesen Ressentiments in der Aufnahmegesellschaft einher gehen häufig eine erschwerte Suche nach qualifizierter Arbeit oder geeigneter Wohnung. Dadurch werden die ohnehin mit dem Immigrationsstatus verbundene Belastung durch Kommunikation in einer fremden Sprache sowie Umgang mit einem fremden Verwaltungs- und Rechtssystem durch zusätzliche, nur ihre Immigrantengruppe betreffenden Probleme erhöht.
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Eternally Committed to the Other! Levinas“s Philosophy as the Basis for the Encounter of different Cultures

Ethics as the Beginning of any Philosophy
The French-Jewish philosopher Emmanuel Levinas (1906-1995) has made his physical experience of a permanent sense of alienation, resulting from social exclusion, the motivation to fundamentally question the traditional theoretical foundation of Western philosophy that is based on the subject and developed as a philosophy which can show the way forward to a future coexistence of religions and civilizations. In his opinion, it did not prove conducive to a society“s claim to be committed to humanity. The current and prevailing philosophical theories made the „I“ (the self) the authoritative subject to adjudicate categories of morality and truth. For the faithful Jew, the sinful human being is basically incapable of making universally valid judgments about right and wrong (justness and unjustness), especially when those judgments concern other individuals. Weiterlesen

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Can Religion be an opportunity for human progress?

The real solution to willful and unconscious misunderstanding of religion will be a municipality.

In our modern Western discourse institutional religion is often said to be an enemy of progress, keeping our societies stuck in archaic structures.
Especially Islam is seen as an obstacle. In this view the current crises in countries like Syria or Iraq are the result of religion. The consequence of this interpretation is the requirement of developing a future society religion has no place in. It is impossible to even imagine religious institutions supporting peaceful human development.
In fact a very high number of armed conflicts in history as well as in the present have been declared and justified because of religion. You can find lots of examples in Judaism, in Christianity and also in Islam. So, too, you can find several verses in the Torah, in the Christian New Testament and in the Koran which could be understood as requiring the faithful to fight against human beings of other faiths or even against those who practice the same religion in a different form.

http://www.jpost.com/Opinion/Can-religion-be-an-opportunity-for-human-progress-485174

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Im Auftrag des Bösen: Wie ein islamfeindliches Untergrundnetzwerk in Hessen den sozialen Frieden bedroht

Adorno bekannte einst, er fürchte sich nicht „vor der Rückkehr der Faschisten in der Maske der Faschisten, sondern vor der Rückkehr der Faschisten in der Maske der Demokraten“. Auch heutzutage werden demokratische Institutionen und Grundsätze in Deutschland nicht nur zur Aufrechterhaltung der demokratischen Werte und des Miteinanders in pluralistischer Gesellschaft eingesetzt. In Hessen sehen sich derzeit besonders die organisierten Muslime von Akteuren aus den verschiedensten Gesellschaftsbereichen stigmatisiert und unter Generalverdacht gestellt. Weiterlesen

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Ein aufrichtiger Kulturdialog fördert das gegenseitige Verständnis

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Prädestiniert der Islam zu Radikalisierung?

Von Freitag, den 27.1. bis Sonntag, den 29.1.2017 findet im Lichthaus Kino Weimar, veranstaltet von der WinD-Gruppe Thüringen, das Filmfest der globalen Zusammenhänge „Pandarama“ statt. Neben Filmen werden dabei Referate und Workshops zu verschiedenen Themen, die in den kommerziellen Massenmedien kaum Beachtung finden, abgehalten. Insbesondere Kulturalismus, Rassismus, Radikalisierung, Globalisierung, sowie die Diskriminierung von Menschen aufgrund anderer Religion oder Herkunft stehen dabei im Mittelpunkt. Der stellvertretende ZMD-Vorsitzende Mohammed Khallouk wird unter dem Titel „Prädestiniert der Islam zu Radikalisierung?“ am Freitagabend um 20 Uhr den Eröffnungsvortrag halten. Mehr zu der dreitägigen Veranstaltung finden Sie unter:
https://www.uni-weimar.de/en/university/news/message-boards/beitrag/pandarama-das-filmfest-der-globalen-zusammenhaenge/

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Racial Profiling als Mittel den Rechtsstaat zu sichern?

Nach den massenhaften Übergriffen auf Frauen in der Silvesternacht 2015/16 stand die Kölner Polizei dieses Jahr unter besonderem öffentlichem Druck. Fernsehbilder von jungen Männern, die vor dem Hauptbahnhof Gruppen bildeten, junge Frauen einkreisten und sexuell belästigten, sollten diesmal unbedingt verhindert werden. Ein Massenaufgebot an Landes- wie Bundespolizisten wurde deshalb bereits Stunden vor dem Beginn der Silvesterfeierlichkeiten an zentralen Plätzen der Domstadt, insbesondere im Vorfeld des Hauptbahnhofs, aufgeboten.
Um zu verhindern, dass sich derartige Kollektivverbrechen wie ein Jahr zuvor wiederholten, wurden bereits in Zügen mit Richtung Köln verdächtige Personen kontrolliert und bei tatsächlicher oder vermeintlicher Aggressivität festgenommen bzw. in Köln am Ausstieg aus den Zügen gehindert. Auch am Bahnhofviertel selbst kam es zu etlichen Festnahmen und zur Verordnung von mindestens 650 sogenannten „Platzverweisen“. Die Tatsache, dass fast alle, die von außerhalb zum Feiern in die Kölner Innenstadt gekommen waren, anschließend unversehrt in den Zug steigen und die Heimfahrt antreten konnten, hat sich demnach tatsächlich dem Sicherheitsgefühl der Bevölkerung dienlich erwiesen.
http://islam.de/28320.php

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